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Rheinland-Pfalz & Saarland Mehr als 5100 Pflegekinder: 7155 Mal Kindeswohl überprüft

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Mainz (dpa/lrs) - Mehr als 5100 Kinder und Jugendliche leben in Rheinland-Pfalz in einer Pflegefamilie. "Das bedeutet, dass rund jeder Siebte von 1000 jungen Menschen bis unter 21 Jahren bei einer Pflegefamilie aufwuchs", berichtete eine Sprecherin des Familienministeriums in Mainz mit Blick auf das Jahr 2017 der Deutschen Presse-Agentur. Neuere Zahlen gibt es noch nicht.

Der Bedarf an Pflegefamilien sei regional sehr unterschiedlich, nehme landesweit aber zu. 2016 wurden gut 5000 Pflegekinder in Familien gezählt, 2015 etwas mehr als 4800. Die Unterbringung von Jungen und Mädchen in Heimen gehe dagegen leicht zurück.

Die Jugendämter haben dem Ministerium zufolge 2017 rund 67 Millionen Euro für die Vollzeitpflege ausgegeben. Das waren 16 Prozent der Ausgaben für alle Hilfen zur Erziehung. Die Finanzierung übernähmen die Kommunen. Rheinland-Pfalz beteilige sich jedoch als einziges Flächenland mit knapp 50 Millionen Euro jährlich an den Gesamtausgaben der Jugendämter für die Hilfen zur Erziehung.

Ob das Wohlergehen eines Kindes oder eines Jugendlichen in einer Familie gefährdet ist, haben die Jugendämter 7155 Mal überprüft. Bei etwas mehr als einem Drittel bestätigte sich der Verdacht auf eine Gefährdung. Ungefähr genauso oft stellten die Fachleute zwar keine Gefährdung des Kindeswohls fest, aber einen Unterstützungsbedarf der Familie. Und in etwa einem Viertel der Fälle seien die Fachkräfte zu dem Ergebnis gekommen, dass weder das Wohl des Kindes gefährdet war, noch die Familie Hilfe brauchte.

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