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Rheinland-Pfalz & Saarland Ministerin: Alle Kassen bei Telemedizin-Pilotprojekt dabei

Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Foto: Andreas Arnold/Archivbild

(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - An einem nach dem Sommer anlaufenden Pilotprojekt zur Telemedizin in Rheinland-Pfalz werden voraussichtlich alle Krankenkassen teilnehmen. Das sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag im Landtag in Mainz. Somit könnten alle Patienten in den vier Pilotregionen davon profitieren und die teilnehmenden Ärzte müssten nicht differenzieren. Laufen soll das Projekt namens "Telemedizin-Assistenz" (TMA) der Ministerin zufolge 24 Monate lang. Daran schließt sich eine Auswertung an. Mit Infoveranstaltungen für Ärzte soll es nach dem Sommer losgehen.

Für das TMA-Projekt sollen in der Vulkaneifel, in Rheinhessen, im Westerwald und im Pfälzerwald jeweils fünf bis zehn Praxen gewonnen werden. Geplant ist, dass eigens geschulte Assistenten zu Patienten nach Hause gehen und Vitaldaten erfassen, die von Ärzten gesichtet und bewertet werden können. Das Projekt entlaste Ärzte und erspare Patienten Wege, sagte die Ministerin. Das Projekt helfe, die ärztliche Versorgung auf dem Land auch künftig sicherzustellen.

Die Grünen-Abgeordnete Katharina Binz sagte, es sei wünschenswert, dass das Projekt später auf alle Kreise ausgeweitet werde. Nicht für alle Routineuntersuchungen sei der direkte Arztkontakt nötig. Der CDU-Abgeordnete und Arzt Peter Enders sagte, Telemedizin könne den persönlichen Kontakt zwischen Mediziner und Patient zwar nicht vollends ersetzen, entlaste aber. Er und auch die AfD-Vertreterin Sylvia Groß betonten, für Telemedizin brauche es eine flächendeckende Versorgung mit dem Mobilfunkstandard 4G.

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