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Rheinland-Pfalz & Saarland Ministerium: Borkenkäfer-Schäden sind "besorgniserregend"

Ein Buchdrucker (Borkenkäfer) sitzt auf einem Fichtenstamm. Foto: Daniel Karmann/Archivbild

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Mainz (dpa/lrs) - Der Borkenkäfer hat auch im laufenden Jahr in rheinland-pfälzischen Wäldern große Schäden angerichtet. Nach bisherigen Schätzungen seien durch den Schädling rund 868 000 Bäume oder 781 000 Festmeter Holz geschädigt worden, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium auf dpa-Anfrage mit. Nimmt man die Schäden des vergangenen Jahres dazu, belaufe sich die vom Borkenkäfer geschädigte Fläche auf 5750 Hektar: Das entspreche rund 8000 Fußballfeldern. "Die Schäden durch den Borkenkäfer sind besorgniserregend und steigen weiterhin an", hieß es.

Hinzu kommen Trockenschäden: Forstleute beobachteten, dass auch Laubbäume immer öfter davon betroffen seien. Die Blätter würden braun und fielen vorzeitig ab. Eine abschließende Aussage über das Ausmaß jener Schäden kann laut Ministerium noch nicht getroffen werden. Klar sei aber bereits, dass das Sturmtief Eberhard im März dieses Jahres rund 300 000 Bäume geschädigt habe.

"Nicht nur ich, auch die Forstleute und Bürgerinnen und Bürger machen sich große Sorgen um unseren Wald", sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). Die Trockenheit und Hitze des vergangenen Jahres habe viele Bäume bereits stark geschwächt: Sie seien anfälliger für Pilze, Schädlinge oder Stürme. "84 Prozent des Waldes sind krank. Die Prognosen der Forstleute lassen für dieses Jahr keine Besserung erwarten."

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