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Rheinland-Pfalz & Saarland Ministerium: Meldestelle für Rassismus gut angenommen

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Koblenz (dpa/lrs) - Die Meldestelle für menschenfeindliche, rassistische und antisemitische Vorfälle in Rheinland-Pfalz wird einige Monate nach ihrem Start laut dem zuständigen Ministerium gut angenommen. Von September bis Dezember 2020 seien 275 Vorfälle und 23 Verdachtsfälle gemeldet worden, teilte das Integrationsministerium der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Anzahl der seit Jahresbeginn eingegangenen Meldungen liegt demnach noch nicht vor.

Fast die Hälfte der erfassten Meldungen hatten einen rassistischen, jeder zehnte Fall einen antisemitischen Hintergrund. In 27 Prozent der gemeldeten Fälle seien Menschen bedroht, in 22 Prozent beleidigt worden. In elf Prozent sei es um Gewalt gegangen. Die Daten sind laut Ministerium allerdings nicht repräsentativ für die tatsächliche Verteilung menschenfeindlicher Vorfälle in Rheinland-Pfalz. Außerdem müsse der harte Lockdown berücksichtigt werden, der zu einem Rückgang von Meldungen geführt habe.

Die Meldestelle war im vergangenen September an die mobile Beratungsstelle gegen rechte, rassistische und antisemitische Gewalt (m*power) mit Sitz in Koblenz angegliedert worden. Sie soll sowohl Betroffenen als auch Zeugen eine niedrigschwellige Anlaufstelle bieten.

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