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Rheinland-Pfalz & Saarland Mord-Ermittlungen gegen Krankenpfleger dauern an

Ein Krankenpfleger schiebt in einer Klinik ein Krankenbett durch den Flur. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild)

Saarbrücken (dpa/lrs) - Bei den Ermittlungen gegen einen Krankenpfleger wegen fünffachen Mordes und zweifachen Mordversuchs im Saarland ist noch kein Ende in Sicht. "Die Ermittlungen dauern noch an", teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken am Dienstag mit. Wann diese abgeschlossen würden, könne nicht vorhergesagt werden. Bislang habe sich der Beschuldigte auch noch nicht zu den Vorwürfen eingelassen, sagte der Sprecher weiter.

Die Staatsanwaltschaft hatte Ende August von den Ermittlungen gegen den 27 Jahre alten Krankenpfleger berichtet. Er soll Patienten nicht verordnete Notfallmedikamente gegeben habe, um diese in Lebensgefahr zu bringen. Anschließend habe er versucht, sie zu reanimieren. Die mutmaßlichen Taten sollen sich zwischen März 2015 und März 2016 im Saarland ereignet haben.

In dieser Zeit war der Pfleger den Angaben zufolge in der SHG-Klinik in Völklingen beschäftigt. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken teilte weiter mit, Hinweise auf weitere Taten hätten sich bislang noch nicht ergeben. Der Krankenpfleger hatte nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft auch in Kliniken in Wiesbaden und Frankfurt gearbeitet.

Auch die Staatsanwaltschaft Frankfurt teilte am Dienstag mit, die Ermittlungen dauerten noch an. Die Untersuchung habe bislang keine konkreten Hinweise auf verdächtige Todesfälle ergeben.

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