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Rheinland-Pfalz & Saarland Polizei kooperiert mit Forschungszentrum für KI

Roger Lewentz (SPD) gestikuliert. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

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Mainz (dpa/lrs) - Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) und das Bundeskriminalamt (BKA) wollen bei der Verbrechensbekämpfung künftig eng mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern zusammenarbeiten. "Insbesondere im Umgang mit großen Datenmengen sehen wir großes Potenzial für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz", sagte BKA-Präsident Holger Münch am Donnerstag einer Mitteilung zufolge in Mainz. Mögliche Einsatzfelder seien unter anderem Hasskriminalität und Kinderpornografie.

Innenminister Roger Lewentz (SPD) nannte die Kooperation bundesweit einmalig. "Gewaltige Datenmengen, wie sie beispielsweise im Cyberbunker in Traben-Trarbach gefunden wurden, erfordern modernste technische Analysemöglichkeiten in der Ermittlungsarbeit."

Ein Team aus Polizei und Wissenschaft soll künftig als sogenanntes Transferlab am DFKI zusammenarbeiten. Der Beginn ist für Anfang 2021 geplant und zunächst auf ein Jahr ausgelegt. "Im LKA sollen im kommenden Jahr zwei Stellen für Mitarbeiter geschaffen werden, die zu Beginn im Transferlab eingesetzt sind und anschließend ihre Erfahrungen direkt bei uns einbringen", sagte LKA-Chef Johannes Kunz.

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