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Rheinland-Pfalz & Saarland Polizei und Forschungszentrum für KI kooperieren

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Mainz (dpa/lrs) - Bei der Verbrechensbekämpfung arbeiten das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, das Bundeskriminalamt (BKA) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern jetzt wie geplant zusammen. Mit der bundesweit einmaligen Forschungskooperation solle die Ermittlungsarbeit der Polizei auf Basis neuester technischer Möglichkeiten vorangebracht werden, sagte Innen-Staatssekretärin Nicole Steingaß (SPD) am Montag in Mainz. Startmonat des ursprünglich für Anfang 2021 geplanten Projekts ist der Mai.

"Künstliche Intelligenz (KI) kommt im BKA bereits bei der ermittlungsunterstützenden Strukturierung von sichergestellten Massendaten in Strafverfahren zum Einsatz", sagte BKA-Chef Holger Münch. Die Auswertung der sogenannten Panama Papers nannte er als Beispiel. "Die nunmehr geschlossene Forschungskooperation soll dazu beitragen, weitere geeignete Einsatzfelder für KI zu identifizieren."

Der Präsident des Landeskriminalamts (LKA), Johannes Kunz, sagte: "Die Kooperation ist eine Riesenchance für uns, durch eine noch intensivere Vernetzung mit der Wissenschaft und die verstärkte Nutzung Künstlicher Intelligenz die Prozesse vorrangig in der kriminalpolizeilichen Analyse zu beschleunigen und zu verbessern."

Das DFKI ist dem Innenministerium zufolge als gemeinnützige Organisation in dieser Art das weltweit größte Forschungszentrum für KI. Ein Team aus Polizei und Wissenschaft soll künftig als sogenanntes Transferlab am DFKI in Kaiserslautern zusammenarbeiten.

Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte im Oktober bei der Ankündigung der Kooperation gesagt: "Gewaltige Datenmengen, wie sie beispielsweise im Cyberbunker in Traben-Trarbach gefunden wurden, erfordern modernste technische Analysemöglichkeiten in der Ermittlungsarbeit."

© dpa-infocom, dpa:210503-99-451340/2

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