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Rheinland-Pfalz & Saarland Rehlinger für baldmögliche Öffnung der Grenze

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild

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Saarbrücken (dpa/lrs) - Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) hat sich für eine baldmögliche Aufhebung der im Zuge der Corona-Krise verfügten Grenzkontrollen und Grenzschließungen ausgesprochen. Dies sollte "die erste Maßnahme sein, die wir wieder aufheben", sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin des Saarlandes am Mittwoch dem Wochenmagazin Forum. Es frage sich, "ob der wirtschaftliche und politische Schaden der Grenzschließungen noch in einem gesunden Verhältnis zum Nutzen steht". Die Corona-Pandemie beschäftige die Menschen längst dies- und jenseits der Grenze.

"Mein europäisches Herz blutet, wenn ich die geschlossenen Grenzen nach Frankreich sehe", sagte Rehlinger. Sie seien "auch ein Problem für den Warenverkehr, für medizinisches Personal und andere wichtige Arbeitskräfte, die im Stau stehen".

Seit dem 16. März ist der Grenzverkehr erheblich eingeschränkt: Bis auf wenige Ausnahmen dürfen nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnort und Aufenthaltsberechtigung in Deutschland, Pendler und Lastwagenfahrer mit Gütern einreisen. Allen anderen werden an der Grenze zurückgewiesen.

Mehrere Grenzübergänge zu Frankreich und Luxemburg werden von der Bundespolizei kontrolliert, andere vor allem kleine Übergänge sind mit Barrieren abgesperrt worden. Am 11. März hatte das Robert Koch-Institut die an das Saarland grenzende ostfranzösische Region Grand Est zum Corona-Risikogebiet erklärt.

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