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Rheinland-Pfalz & Saarland Rheinland-Pfalz fordert bessere Deutschkurse für Zuwanderer

Integrationsstaatssekretärin Christiane Rohleder. Foto: Thomas Frey/dpa

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Mainz (dpa/lrs) - Der Bundesrat hat einem Antrag von Rheinland-Pfalz und einigen anderen Bundesländern zugestimmt, Deutschkurse für Zuwanderer neu zu gestalten. Das teilte das Integrationsministerium in Mainz am Freitag mit. "Auch Personen, die nur eine Duldung haben, müssen hier Deutsch lernen können", sagte Integrationsstaatssekretärin Christiane Rohleder (Grüne) zur Begründung. Notwendig seien passgenaue Sprachkurse für alle Migranten, die noch nicht ausreichend Deutsch könnten. Die Entschließung sei von Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen unterstützt worden.

Die Kurse sollten sich stärker an den Vorkenntnissen und den Lebenssituationen der Teilnehmer ausrichten und auch eine berufs- oder ausbildungsbegleitende Teilnahme möglich werden, heißt es in dem Antrag. Die Lerngruppen müssten zudem kleiner sein als bislang.

Gefordert wird zudem, dass der Bund bei den Sprach- und Orientierungskursen seiner Finanzierungsverantwortung nachkommt. Derzeit müssten die Länder häufig einspringen. "Lücken in der Möglichkeit, die deutsche Sprache zu lernen, gefährden letztlich die Integration", sagte Rohleder. Notwendig sei auch eine Übernahme der Fahrtkosten und Kinderbetreuung, damit möglichst viele Zuwanderer teilnehmen könnten. "Sich auf Deutsch verständigen zu können, ist die Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration."

Bundesratsantrag

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