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Rheinland-Pfalz & Saarland Saar-Inflationsrate so hoch wie seit 1993 nicht mehr

Einkäufte liegen im Wagen eines Supermarktes. Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

(Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild)

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die Verbraucherpreise im Saarland ziehen weiter an. Die Inflationsrate lag im August zwar bei 3,7 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert in einem Monat seit April 1993, wie das Statistische Amt Saarland am Montag mitteilte. Als Grund dafür führten die Statistiker aber vor allem die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung zwischen Juli und Dezember 2020 an. Die Absenkung habe damals zu einer Senkung des Preisniveaus geführt, was sich nun im Vorjahresvergleich deutlich bemerkbar mache. Im Vergleich zum Vormonat Juli 2021 wurde im August eine Preissteigerung von 0,2 Prozent festgestellt.

Deutlich angezogen haben im Vorjahresvergleich die Energiepreise. Heizöl habe sich um 59,6 Prozent verteuert, für Kraftstoffe müsse 26,1 Prozent mehr bezahlt werden als noch ein Jahr zuvor. "Ohne den direkten Einfluss von Heizöl und Kraftstoffen hätte die Veränderungsrate im Vorjahresvergleich 2,6 Prozent betragen", erklärten die Statistiker.

Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Der reguläre Steuersatz verringerte sich von 19 Prozent auf 16 Prozent, der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent.

© dpa-infocom, dpa:210830-99-26868/2

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