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Rheinland-Pfalz & Saarland Saar-Regierungschef Hans initiiert Stahlallianz in Berlin

Tobias Hans (CDU), Ministerpräsident des Saarlandes, spricht zu Journalisten. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archivbild

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Saarbrücken (dpa/lrs) - Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) macht sich angesichts der Krise in der Stahlindustrie für ein gemeinsames Vorgehen von Ländern und Bund bei der EU stark. Am 27. März werde es Gespräche mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in Berlin geben, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag in Saarbrücken mit. Die deutsche Stahlindustrie stehe aufgrund internationaler Handelskonflikte, Billigstahl aus China sowie europäischer Umwelt- und Klimaauflagen unter großem Druck.

Bei der Umstellung der Stahlindustrie auf eine CO2-freie Produktion seien EU und der Bund in der Pflicht, sagte Hans. Zudem kündigte er an, bei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für die Interessen der saarländischen Stahlindustrie zu werben. "Es nutzt unserem Klima kein bisschen, wenn die weltweite Nachfrage nach Stahl durch Umwelt-Dumping befriedigt wird und unsere saubere Stahlindustrie dabei kaputtgeht", sagte er.

In der Saar-Stahlindustrie sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums knapp 14 000 Menschen beschäftigt. Unter Berücksichtigung von mit dem Sektor verbundenen Wirtschaftszweigen hingen mehr als 22 000 Arbeitsplätze im Saarland vom Stahl ab.

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