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Rheinland-Pfalz & Saarland Saarland verstärkt Förderung beim Klimaschutz

Anke Rehlinger (SPD), Wirtschafts- und Energieministerin des Saarlandes. Foto: Harald Tittel/Archivbild

(Foto: Harald Tittel/dpa)

Saarbrücken (dpa/lrs) - Das Saarland erweitert seine Förderprogramme, um Kommunen und Unternehmen beim Klimaschutz zu unterstützen. Die Diskussionen zum Schutz der Ressourcen und die Proteste gegen den Klimawandel hätten gezeigt, dass es hier um eine "nahezu existenzielle Frage" gehe, sagte Wirtschafts- und Energieministerin Anke Rehlinger (SPD) am Mittwoch in Saarbrücken.

Es sei Zeit zu handeln. "Im Ergebnis gibt es keinen Planeten B. Deshalb ist es gut, wenn wir zusammen mit den Kommunen auch das umsetzen, was uns als Möglichkeiten zur Verfügung steht."

Konkret wurden für das "Zukunftsenergieprogramm kommunal" (ZEP kom) die Höhe der Fördersätze von 40 auf 50 Prozent für energetische Sanierungsmaßnahmen und von 25 auf 30 Prozent für den Austausch von Straßenbeleuchtung in LED-Technik erhöht. Von den 22 Millionen Euro Fördergeldern, die von 2014 bis 2020 zur Verfügung stehen, seien bislang 9,3 Millionen Euro bewilligt worden. Hinter dieser Zahl verberge sich laut Rehlinger das Signal an die Kommunen: "Da steckt noch Potenzial drin, entsprechende Anträge bei uns zu stellen."

Darüber hinaus verlängerte das Wirtschaftsministerium eine Förderrichtlinie, mit der unter anderem die Elektro-Fahrrad-Mobilität in den Kommunen gefördert werden sollen. Bis Ende 2020 stehe dafür noch eine Million Euro zur Verfügung. Weitere 750 000 Euro halte das neue Förderprogramm EVO bereit, das Kommunen und Unternehmen bei regionalen Modellvorhaben für eine Energiewende vor Ort unterstützen soll. Dafür gebe es 80 beziehungsweise 40 Prozent Zuschuss.

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