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Rheinland-Pfalz & Saarland Sensoren und Kameras für mehr Umwelt- und Verkehrsdaten

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Mainz (dpa/lrs) - Die Stadt Mainz wird ein Jahr lang testweise mit neuen Sensoren und Kameras zusätzliche Umwelt- und Verkehrsdaten sammeln. Sie sollen helfen, mehr über Zusammenhänge zwischen Verkehrsaufkommen und Wetter zu verstehen, die Verkehrssteuerung zu optimieren und die Wirkung von Maßnahmen für eine sauberere Luft zu kontrollieren, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Insgesamt handelt es sich um neun Sensoren, die Daten zu Temperatur und Luftfeuchtigkeit, aber auch zu Schadstoffwerten wie Feinstaub oder Stickstoffdioxid (NO2) sammeln, sowie um acht Verkehrszählkameras.

Die Kosten des Projekts unter der Federführung der Mainzer Stadtwerke belaufen sich den Angaben zufolge auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag. Der Bund, der das Projekt fördert, trägt die eine Hälfte, die andere Hälfte die Stadt. Die Mainzer Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) sagte, die mit den neuen Geräten erhobenen Daten sollten die Messdaten des Landes ergänzen.

In Mainz ist in den vergangenen Jahren immer wieder der NO2-Grenzwert überschritten worden. Für eine bessere Luft hatte die Stadt zuletzt Tempo 30 in weiten Teilen der Innenstadt eingeführt, bald soll auf einem Teil der vielbefahrenen Rheinachse eine Umweltspur nur für Busse, Taxis und Radfahrer kommen.

Die neuen Sensoren und Kameras werden den Angaben zufolge zumeist nahe beieinander an neuralgischen Punkten aufgehängt; ein Sensorgerät befindet sich zum Vergleich an einer Stelle mit wenig Luftbelastung im Stadtteil Mombach. Die Kameras fertigten keine Video- oder Bildaufnahmen an und speicherten keine personenbezogenen Daten, erklärte der Technische Vorstand der Stadtwerke, Tobias Brosze. Sie erfassten lediglich, wieviele Fahrzeuge das Gerät passierten. Es könne zwischen Pkw und Lkw unterscheiden und auch Radler oder Fußgänger erkennen.

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