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Rheinland-Pfalz & Saarland Stadtrat stimmt geplanter Helmut-Kohl-Allee zu

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Ludwigshafen (dpa/lrs) - Der Stadtrat von Ludwigshafen hat der Benennung einer geplanten Stadtstraße in Helmut-Kohl-Allee mit klarer Mehrheit zugestimmt. Fast auf den Tag genau vier Jahre nach Kohls Tod votierte das Gremium der pfälzischen Kommune am Montag für die Ehrung des langjährigen Bundeskanzlers in seiner Heimatstadt.

Kohl wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen geboren und starb am 16. Juni 2017 in Ludwigshafen-Oggersheim. Er war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Kurz nach seinem Tod war ein Vorhaben gescheitert, die Ludwigshafener Rheinallee in Helmut-Kohl-Allee umzubenennen. Kleinere Fraktionen im Stadtrat fühlten sich ebenso übergangen wie Anwohner und Unternehmen, die Nachteile durch den Adresswechsel befürchteten.

Nun wurde ein Vorschlag der örtlichen CDU-Fraktion mit 40 Ja- und 2 Nein-Stimmen bei 12 Enthaltungen angenommen. Etwa 2026 soll in Ludwigshafen die marode Hochstraße Nord abgerissen und bis 2030 durch eine Stadtstraße ersetzt werden. Helmut-Kohl-Allee - so soll diese Verbindung der zweitgrößten Stadt in Rheinland-Pfalz dann heißen.

CDU-Fraktionschef Peter Uebel warb für den Vorschlag mit den Worten, Kohl habe sich wesentliche Verdienste um die Wiedervereinigung Deutschlands und die Einigung Europas erworben, sei seiner Heimat aber immer eng verbunden gewesen. Der Ehrenbürger Ludwigshafens habe polarisiert und sei streitbar gewesen, dies trete aber hinter seinem Lebenswerk zurück. Aus den anderen Parteien kam weitgehend Zustimmung. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) sprach nach dem Votum von einem gut durchdachten Vorschlag. Die Verzögerung durch den Streit von 2017 habe der Initiative vielleicht auch gut getan.

© dpa-infocom, dpa:210614-99-991255/2

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