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Rheinland-Pfalz & Saarland Start für Fünft- und Sechstklässler

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt während des Unterrichts auf einem Atlas. Foto: Matthias Balk/dpa/Illustration

(Foto: Matthias Balk/dpa/Illustration)

In dieser Woche ist ein Stück mehr Normalität an Kitas und Schulen zurückgekehrt. Auch an den weiterführenden Schulen fängt für die Jüngeren der Wechselunterricht wieder an.

Mainz (dpa/lrs) - Zwei Wochen nach den Grundschulen sind am Montag auch die fünften und sechsten Klassen der weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz in den Wechselunterricht gestartet. Der Unterricht vor Ort habe wie geplant und ruhig begonnen, hieß es bei der Schulaufsicht in der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). An den Kitas waren die Vorschulkinder eingeladen, wieder wie gewohnt in ihre Einrichtung zu kommen. Der Regelbetrieb für alle Kita-Kinder soll in der kommenden Woche wieder aufgenommen werden.

"Ich freue mich, dass heute auch die Fünft- und Sechstklässler wieder im Wechselunterricht und in geteilten Klassen in ihre Schulen zurückkehren", sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. "Schule lebt vom Austausch und vom Miteinander." In den vergangenen Wochen und Monaten hätten Schülerinnen und Schüler ihre Schule sehr vermisst. Auch wenn der Alltag noch immer von strengen Hygiene- und Infektionsschutzregeln bestimmt sei, bedeute der Start in den Wechselunterricht doch einen wichtigen Schritt für Lehrkräfte, Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern.

Von den gut 1600 Schulen in Rheinland-Pfalz waren am Montag nach Angaben der ADD 217 von Infektionsfällen betroffen. Aktuell gelten 289 Schülerinnen und Schüler sowie 45 Lehrkräfte als infiziert bei insgesamt rund 515 000 Schülerinnen und Schülern sowie rund 50 000 Lehrkräften im Land.

Wegen des erhöhten Infektionsgeschehens im pfälzischen Kreis Germersheim - die Inzidenz war auch am Montag mit 121,7 die höchste in Rheinland-Pfalz - ist dort der Start in den Wechselunterricht bislang ausgesetzt. Am Montag begann der Kreis ein Testprogramm, um so bald ebenfalls in die Kombination von Unterricht im Klassenraum und zu Hause starten zu können. Der Kreis habe einen Fünf-Punkte-Plan entwickelt und dem Land vorgeschlagen, teilte am Montag ein Sprecher der Kreisverwaltung mit. Dazu gehört, dass sich Schülerinnen und Schüler zweimal wöchentlich freiwillig selbst testen.

Bei der Testpremiere am Montag in der Grundschule Ottersheim nahmen die in die Notbetreuung gekommenen Kinder unter den Augen von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und nach Anleitung von Rektorin Sigrid Schwab einen Corona-Schnelltest vor. Im Laufe dieser Woche soll das freiwillige Testangebot an mindestens einer weiteren Schule pro Verbandsgemeinde eingeführt und dann möglichst rasch für alle Grundschulen im Landkreis Germersheim verfügbar gemacht werden.

In den fünften und sechsten Klassen in Rheinland-Pfalz werden rund 71 000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, unter ihnen etwa 30 000 an Gymnasien. An den Grundschulen lernen seit dem 22. Februar bereits 148 000 Kinder in der Primarstufe im Wechselunterricht. Die Präsenzpflicht wurde für alle Schulen wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen am 16. Dezember aufgehoben.

Die weiteren Klassen sollen zum 15. März in den Wechselunterricht übergehen - sofern es das weitere Infektionsgeschehen zulässt. Die Osterferien beginnen am 27. März. Ausnahmen vom Wechselunterricht soll es geben, wenn die Inzidenz - die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 7 Tagen - über 100 steigt.

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