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Rheinland-Pfalz & Saarland Streit um gemeinsamen Hund: Ex-Partner ziehen vor Gericht

Die Fassade des Landgerichts in der Koblenzer Innenstadt. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

(Foto: Fredrik von Erichsen/dpa)

Koblenz (dpa/lrs) - Wer darf nach einer Trennung den gemeinsam angeschafften Hund behalten? Mit dieser Frage sah sich das Landgericht in Koblenz konfrontiert. Der Zankapfel sei eine französische Bulldogge namens Frieda (Name geändert) gewesen, teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit.

Das Paar habe sich zusammen den Hund zugelegt. "Als die Liebe zueinander im Jahr 2016 erlosch, hielt die Liebe zu Frieda an", berichtete das Gericht. Deshalb hätten sich beide abwechselnd um das Tier gekümmert. Als sich Ende 2017 die Frau geweigert habe, Frieda ihrem Ex-Partner zu überlassen, habe der Mann zunächst vor dem Amtsgericht geklagt. Später landete der Fall vor dem Landgericht.

Der Mann habe angegeben, der rechtmäßige Eigentümer von Frieda zu sein und legte einen entsprechenden Schenkungsvertrag vor. "Die Beklagte konterte mit einem auf ihren Namen lautenden Kaufvertrag." Später stellte sich laut Sprecher heraus: Die Frau hatte nachträglich ihren Namen in den Kaufvertrag geschrieben. Zudem sei der Vertrag zwischen dem damaligen Paar und der Züchterin von Frieda aufgehoben worden, weil das Tier krank war. Stattdessen habe die Züchterin die Bulldogge dem Mann als Schenkung überlassen.

Das Landgericht beschloss daher, dass die Frau ihrem Ex-Partner die Bulldogge überlassen muss. Hierbei gelte ihr Einwand nicht, Frieda fühle sich bei ihr wohler. Denn bei einem Hund gebe es keine dem Familienrecht vergleichbare Sorgerechtsentscheidung. Der Beschluss des Landgerichts erging bereits am 7. Oktober.

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