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Rheinland-Pfalz & Saarland Trend zu landwirtschaftlichen Betrieben mit größerer Fläche

Ein Traktor zieht Pflug und Egge über ein abgeerntetes Feld.

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp)

Bad Ems (dpa/lrs) - Der Anteil der Agrarbetriebe mit größeren Flächen nimmt in Rheinland-Pfalz tendenziell zu. 2021 waren im Land erstmals nicht mehr Betriebe mit einer bewirtschafteten Fläche von weniger als fünf Hektar die größte Gruppe, wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilte. Ihr Anteil lag nur noch bei rund 19 Prozent. Die meisten Betriebe hatten zwischen 10 und 20 Hektar Fläche.

In der Größenklasse 100 oder mehr Hektar stieg die Betriebszahl von 1999 bis 2021 um rund 74 Prozent. Insgesamt halte die langfristige Entwicklung hin zu Betrieben mit größeren Flächen an, erklärten die Statistiker.

Insgesamt bewirtschafteten 2021 rund 16 000 landwirtschaftliche Betriebe in Rheinland-Pfalz rund 706.000 Hektar. Im Vergleich zum Vorjahr änderte sich an diesen Zahlen kaum etwas. Die Zahl der Betriebe lag etwa auf dem Vorjahresniveau, war allerdings knapp 23 Prozent unter dem Niveau von 2010.

Die bewirtschaftete Fläche hat sich den Angaben zufolge seit 2010 nur leicht verändert. Pro Betrieb erhöhte sie sich allerdings durchschnittlich um 10 Hektar. 2021 lag die durchschnittliche Fläche pro Betrieb bei 44 Hektar, bundesweit lag dieser Wert bei knapp 65 Hektar. Die im Vergleich zu anderen westdeutschen Flächenländern eher geringe Fläche ist auf die vielen Weinbaubetriebe zurückzuführen.

Die Daten des Landesamtes stammen aus der jährlichen Bodennutzungs-Haupterhebung. Befragt wurden dabei rund 6000 landwirtschaftliche Betriebe mit mindestens fünf Hektar genutzter Fläche sowie Betriebe, die über bestimmte pflanzliche oder tierische Mindesterzeugungseinheiten verfügen.

Quelle: dpa

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