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Rheinland-Pfalz & Saarland VBE fordert vereinfachte Zeugnisse für bedürftige Kinder

Gerhard Bold, VBE-Landesvorsitzender in Rheinland Pfalz, steht vor dem Logo des Verbandes. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

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Mainz (dpa/lrs) - Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat die Vereinfachung von Zeugnissen und Gutachten für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Rheinland-Pfalz gefordert. "Die Entlastung durch die Einführung einfacher Zeugnisse und ein vereinfachtes Gutachtenformat zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs verschafft den Lehrkräften Zeit für individuellen Unterricht", heißt es in einer Mitteilung des VBE zur Zeugnisausgabe an den Förderschulen am kommenden Freitag (24. Januar).

Das derzeit genutzte Onlineportal für die Erstellung von Gutachten zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs müsse überarbeitet werden, forderte der Landesvorsitzende Gerhard Bold. "Das System ist nicht nur bedienerunfreundlich gestaltet, sondern läuft vor allem nicht stabil." Das Arbeiten mit diesem Portal koste Zeit, die für die Arbeit mit dem Kind letztlich fehle. Die Zeugnisse müssten auch einfacher werden. Neben den verschiedenen Formen von Förderschulen und Schwerpunktschulen fehle es an klaren Strukturen für die Bewertung der Kinder, ihres Lernfortschrittes und der erworbenen Kompetenzen. "Wir fordern daher Kompetenzstufenzeugnisse auch für Förderschulen."

Im laufenden Schuljahr 2019/20 besuchten dem VBE zufolge rund 15 300 Schüler eine Förderschule. Dazu kommen noch einmal ungefähr 6100 Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf, die eine Schwerpunktschule besuchen. Sonderpädagogische Förderschwerpunkte gibt es für Sprache, Lernen, ganzheitliche, motorische sowie sozial-emotionale Entwicklung als auch für Blinde, Sehbehinderte, Gehörlose und Schwerhörige.

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