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Rheinland-Pfalz & Saarland Veranstalter des Max Ophüls Preises hoffen auf Präsenz

Zuschauer sitzen während des 43. Filmfestivals Max Ophüls Preis in einem Kinosaal.

(Foto: Oliver Dietze/dpa/Archiv)

Zweimal hat die Corona-Pandemie das Filmfestival Max Ophüls Preis überschattet. Nun hoffen die Veranstalter, dass bei der 44. Auflage im Januar wieder mehr Präsenz und Begegnungen möglich sein werden.

Saarbrücken (dpa/lrs) - Es gilt als das wichtigste Festival für den jungen deutschsprachigen Film und steht für die Entdeckung junger Talente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Die 44. Ausgabe des Filmfestivals Max Ophüls Preis in Saarbrücken soll vom 23. bis 29. Januar 2023 in dualer Form stattfinden. Das kündigten die Veranstalter am Donnerstag an.

"Nach zwei Jahren mit reduziertem Programm ist es unser vorrangiges Anliegen, das Filmfestival Max Ophüls Preis im Januar - sofern es die aktuelle Lage zulässt - in Präsenz auszurichten", teilte Festivalleiterin Svenja Böttger mit. "Im Kino mit Publikum und Gästen, aber auch mit Möglichkeiten der persönlichen Begegnung und des Austauschs." Die in den letzten Jahren entwickelten digitalen Formate sollen in adaptierter Form fortgesetzt werden. Ein Teil des Filmprogramms soll erneut über eine Streaming-Plattform gezeigt werden.

Im Zentrum stehen die vier Wettbewerbe um die mit rund 110 000 Euro dotierten Auszeichnungen in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, mittellanger Film und Kurzfilm. Ergänzt werden die Wettbewerbe durch Sonderprogramme, die nach zwei Jahren Pandemie wieder in gewohntem Umfang präsentiert werden sollen.

Erstmals werden die Brandenburgerin Carolin Weidner und die Österreicherin Theresa Winkler für die Gesamtleitung des Programms verantwortlich sein. Sie treten die Nachfolge des bisherigen künstlerischen Leiters Oliver Baumgarten an.

Die beiden neuen Programmleiterinnen begleiten und beobachten das Filmfestival Max Ophüls Preis seit Jahren, waren mit Filmen zu Gast oder als Berichterstatterin eingeladen. "Wir glauben an die Wichtigkeit und das Potenzial des Nachwuchs-Festivals, sind neugierig auf Saarbrücken und das Saarland und freuen uns unheimlich darauf, unsere unterschiedlichen Expertisen gemeinsam als starkes Team einzubringen", teilten sie mit.

Das Festival soll am 23. Januar in Saarbrücken feierlich eröffnet und wie im Vorjahr zeitgleich in alle beteiligten Kinos übertragen werden. Die Preisverleihung am 28. Januar soll erstmals wieder vor Ort im Saarbrücker E-Werk stattfinden und parallel im Internet gestreamt werden.

Neben dem fehlenden Austausch ist nach Ansicht von Böttger unter anderem die Filmvermittlung für Schüler auf der Strecke geblieben. Von der dualen Ausgabe erhofft sie sich vor allem, das originäre Anliegen des Filmfestivals als Dialogstifter und Sprungbrett für den Filmnachwuchs voranzutreiben, sagte die Festivalleiterin der Deutschen Presse-Agentur. "Wir hoffen, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer unserer Einladung folgen, mit uns in die filmischen Welten der Nachwuchstalente einzutauchen."

Die konkrete Ausgestaltung des Filmfestivals richte sich immer nach den aktuellen behördlichen Auflagen zum Pandemieverlauf und unterliege entsprechenden Änderungen. Aktuell ist die Festival-Leitung dabei, die Angebote zu sichten. Am 15. Dezember werden die Veranstalter das Programm der vier Wettbewerbe vorstellen.

Bei der Ausgabe 2022 wurden 10.269 Tickets sowohl für die Kinos als auch das Streaming-Angebot verkauft. Zur letzten Präsenzveranstaltung im Jahr 2020 waren rund 45.500 Besucher gekommen.

Quelle: dpa

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