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Rheinland-Pfalz & Saarland Verbraucherzentrale: Info zu Verdienstausfällen an Versorger

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Mainz (dpa/lrs) - Bei Verdienstausfällen aufgrund der Corona-Krise rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz Kunden, Kontakt mit dem Energieversorger aufzunehmen. Die Bundesregierung habe jüngst mit dem Leistungsverweigerungsrecht Haushalte gestärkt, die wegen finanzieller Einbußen weniger Geld zahlen können. Wenn wirtschaftliche Not dazu führe, dass Kosten für Strom und Heizung nicht gezahlt werden könnten, solle der Versorger Zahlungsaufschub gewähren, teilten die Verbraucherschützer am Donnerstag in Mainz mit.

Eine Sperrung dürfe zwar nicht erfolgen. Versorger könnten in Einzelfällen aber prüfen, ob Zahlungsschwierigkeiten tatsächlich aufgrund der Corona-Pandemie eingetreten seien. "Eventuell werden daher Nachweise über die Art der Beschäftigung oder Kurzarbeitszeiten fällig", hieß es von der Verbraucherzentrale. Daher sei eine Kontaktaufnahme sinnvoll. Die Pfalzwerke in Ludwigshafen haben mitgeteilt, es gebe aufgrund der Pandemie zurzeit keine Liefersperren für sozialschwache Haushalte oder Kleinstunternehmen. Aktuell hätten 100 Kunden eine Anfrage zur Abschlagsreduzierung gestellt, diese habe der Versorger auch für die zunächst vorgesehenen drei Monate vorgenommen, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Wer die Monatsabschläge aktuell nicht zahlen kann, sollte von einem Anbieterwechsel absehen, warnte die Verbraucherzentrale. Das Leistungsverweigerungsrecht könne nur für Verträge geltend gemacht werden, die vor dem 8. März 2020 geschlossen wurden. Der Bund der Energieverbraucher monierte, es gebe auch Versorger, die Kunden trotz Krise mit Stromsperren drohten und bestehende Sperren nicht beendeten. Das belaste vor allem Familien mit Kindern oder alleinlebende Senioren.

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