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Rheinland-Pfalz & Saarland Viele Menschen zeigen Verständnis für Corona-Maßnahmen

Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz geht an einem Plakat vorbei, das auf das Tragen einer Maske hinweist. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Es ist das letzte Wochenende vor Beginn des Teil-Lockdowns. Politiker und Behörden haben an die Bevölkerung appelliert, sich an die aktuellen Maßnahmen zu halten. Die meisten tun es. Aber nicht alle.

Mainz (dpa/lrs) - In der Nacht zum Samstag haben sich die Menschen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland überwiegend an die aktuellen Corona-Verordnungen gehalten. Es habe umfangreiche Kontrollen gegeben, die Nacht sei aber ruhig geblieben, sagte ein Polizeisprecher in Mainz. In Koblenz, Kaiserslautern und Saarbrücken kam es ebenfalls zu keinen größeren Verstößen, wie die Beamten mitteilten.

In Schifferstadt seien in einer Gaststätte Bußgelder sowohl gegen Gäste als auch gegen den Gaststättenbetreiber ausgesprochen worden, sagte ein Polizeisprecher in Ludwigshafen. Demnach hielten einige Gäste bei mehrfachen Kontrollen keinen Abstand und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Außer diesem Vorfall sei die Nacht aber ruhig gewesen. "Die Leute reagierten verständnisvoll", sagte ein Polizeisprecher in Trier. Trotz vieler Besucher im Innenstadtbereich sei es zu keinen Problemen gekommen.

In Neustadt an der Weinstraße beschäftigten dagegen in der Nacht zum Samstag Auseinandersetzungen zwischen Feiernden die Polizei. Bei einem Streit wurde ein 28-Jähriger durch ein Glas am Kopf verletzt. Bei einem weiteren Zwischenfall erlitt eine 20-Jährige ebenfalls Kopfverletzungen. Sie war aus einer etwa 20 Personen zählenden Gruppe angegriffen worden. Beide Opfer stammen aus Neustadt, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Ermittlungen zu den Tätern dauerten an. Zudem stellten die Beamten nach eigenen Angaben zahlreiche Verstöße gegen die aktuell gültigen Corona-Bestimmungen fest. So seien insbesondere in Kneipen und Bars Abstands- und Hygieneregeln missachtet worden.

Vor dem Inkrafttreten der strengeren Corona-Regeln am Montag hatten Politiker und Behörden an die Bevölkerung appelliert, sich an die aktuellen Maßnahmen zu halten. Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte am Freitag angekündigt, die Kontrolldichte der Polizei zu erhöhen. Unter anderem in Mainz und Ludwigshafen hatten die Behörden mehr Präsenz angekündigt.

Am vergangenen Mittwoch hatten die Länderchefs gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strengere Kontaktbeschränkungen beschlossen. Ab Montag dürfen sich bundesweit nur noch Angehörige von höchstens zwei Hausständen treffen, insgesamt maximal zehn Menschen. In Mainz durften sich bisher schon maximal fünf Personen oder zwei Hausstände gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Gastronomie, Bars, Kneipen, Theater, Kinos oder Opernhäuser müssen ab Montag schließen.

Die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus in Rheinland-Pfalz erhöhte sich am Samstag um 472 auf 20 559, wie das Gesundheitsministerium mitteilte (Stand 12.25 Uhr). Aktuell sind 8134 Menschen in dem Land mit dem Virus infiziert, 12 140 gelten als genesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus blieb unverändert bei 285. Laut dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) wurden 69 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, davon mussten 35 beatmet werden (Stand 13.30 Uhr).

Alle 36 Kreise und kreisfreie Städte im Land sind weiterhin oberhalb der kritischen Schwelle von 50 Infizierten auf 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am höchsten ist dieser Wert im Kreis Birkenfeld mit 155,6, danach folgen die Stadt Ludwigshafen mit 137 und der Landkreise Bitburg-Prüm mit 130,2.

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