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Rheinland-Pfalz & Saarland Weihnachtsamnestie: 110 Gefangene vorzeitig entlassen

Herbert Mertin (FDP), Justizminister in Rheinland-Pfalz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

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Mainz (dpa/lrs) - Vor dem Weihnachtsfest hat die Justiz in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr 110 Gefangene vorzeitig entlassen. Mit dieser sogenannten Gnadenregelung soll Gefangenen ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft erleichtert werden, heißt es in einer Mitteilung des Justizministeriums in Mainz vom Freitag. "Die Regelung ist damit ein wichtiger Beitrag zum Ziel der Resozialisierung", sagte Justizminister Herbert Mertin (FDP).

In den Genuss der Haftverkürzung kommen nach Angaben des Ministeriums nur Häftlinge, die ohnehin kurz vor oder an Weihnachten freigekommen wären. Die Gefangenen seien am 10. November entlassen worden.

Im vergangenen Jahr hatten 123 Gefangene von der Regelung profitiert, im Jahr davor waren es 119. Von der Gnadenregelung ausgenommen sind Männer und Frauen, die beispielsweise als Gefährder eingestuft sind. Keine vorweihnachtliche Milde gibt es außerdem für diejenigen, die hinter Gittern oder während eines Freigangs erneut kriminell geworden sind. Gleiches gilt für Häftlinge, die von einem Ausgang oder Freigang viel zu spät zurückgekommen sind.

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