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Rheinland-Pfalz & Saarland Wiederaufbau der Ahr-Abwassertechnik könnte Jahre dauern

Freiflächen nach Flutschäden im Ahrtal.

(Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild)

Altenahr/Mainz (dpa/lrs) - Der Wiederaufbau der gesamten Abwassertechnik im flutgeschädigten Ahrtal wird sich laut dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium noch mindestens rund fünf Jahre hinziehen. Das Hochwasser mit 134 Todesopfern und Tausenden verwüsteten Häusern im Juli 2021 habe die Kläranlagen und die Kanalisation "so stark getroffen, dass das gesamte anfallende Abwasser ungeklärt in die Ahr geleitet werden musste", teilte die Behörde in Mainz am Mittwoch mit.

"Dieser Missstand konnte bis zum November 2021 stufenweise zu einem großen Teil mit provisorischen Zwischenlösungen wieder behoben werden." Nun würden die Planungen zum Umbau der Kläranlage in Dümpelfeld und zum Neubau der Kläranlage in Sinzig vorbereitet.

Umweltstaatssekretär Erwin Manz überreichte am Mittwoch laut Mitteilung in der Verbandsgemeinde Altenahr 13 Förderbescheide über insgesamt rund 30 Millionen Euro für den Wiederaufbau von Kanalisation und Kläranlagen. Laut dem Grünen-Politiker werden bei Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, "dem Fundament des Wiederaufbaus", große Fortschritte gemacht.

Bei den Förderbescheiden des Wiederaufbaufonds handelte es sich um Teilzahlungen. Insgesamt geht es laut Ministerium bei diesen Förderanträgen um Investitionen von 183 Millionen Euro. Die restlichen Kosten müssten noch geprüft werden.

Manz ergänzte: "Mit den Kläranlagen Dümpelfeld und Sinzig wird die Region nach Abschluss des Wiederaufbaus weitgehend energieautark, hochwassersicher und mit bestmöglicher Reinigungstechnik ausgestattet sein. Die Abwasserbeseitigung wird zum Modell für andere Regionen." In der Anlage in Dümpelfeld sollen laut Ministerium künftig auch Klärgase verstromt werden. Die neue Sinziger Kläranlage soll auf einer "hochwassersicheren Ersatzfläche" entstehen. Die alte Anlage der Stadt war von der Sturzflut weitgehend zerstört worden.

Quelle: dpa

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