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Rheinland-Pfalz & Saarland Wissing besorgt über sinkendes Interesse an Ausbildungen

Volker Wissing (FDP), Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz. Foto: Wolfgang Kumm/dpa/Archiv

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Mainz (dpa/lrs) - Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) zeigt sich besorgt über die Entwicklung am Ausbildungsmarkt in Rheinland-Pfalz. Der Rückgang der gemeldeten Ausbildungsplätze seit Oktober 2019 um 8,2 Prozent auf 25 200 sei in der coronabedingten Wirtschaftskrise erwartbar, sagte Wissing am Dienstagabend in Mainz. Ein Problem sei aber, dass die Zahl der Jugendlichen bei der Berufsberatung seit Oktober vergangenen Jahres um 4,2 Prozent gesunken sei.

"Die wirtschaftliche Unsicherheit führt dazu, dass junge Leute länger an allgemeinbildenden Schulen oder an der Hochschule bleiben", erklärte Wissing. Offenbar werde dies als sicherer betrachtet als die Aufnahme einer Berufsausbildung. "Wir werden hier eine Lücke kriegen." Damit werde sich als Folge der Corona-Pandemie auch der Fachkräftemangel verschärfen. Im August waren noch 7200 offene Ausbildungsstellen gemeldet.

Bei der Vorlage des jüngsten Berichts zum Ausbildungsmarkt in Rheinland-Pfalz hatte die Chefin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, von pandemiebedingten Unsicherheiten sowohl auf Unternehmensseite als auch auf Seite der Jugendlichen gesprochen. Dies habe dazu geführt, "dass Ausbildungsverträge später oder noch gar nicht abgeschlossen wurden".

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