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Sachsen-Anhalt 520 mögliche Behandlungs- und Pflegefehler werden geprüft

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Magdeburg (dpa/sa) - Der Medizinische Dienst Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr 520 vermutete Behandlungs- und Pflegefehlern geprüft. Bei 22,9 Prozent bestätigten die Gutachter die Vermutung, in 77,1 Prozent der Fälle erkannten sie keinen Fehler, wie es in einer Mitteilung des Medizinischen Dienstes vom Donnerstag hieß.

In gleich zwei Fällen sei nach einem Eingriff ein Tupfer im Operationsgebiet vergessen worden. In einem anderen Fall sei an einem falschen Wirbelkörper operiert worden. Es handele sich um Einzelfälle, betonte eine Sprecherin. Diese seien aber vermeidbar. Insgesamt sei die Zahl der vermuteten Behandlungs- und Pflegefehler im Vergleich zum Vorjahr annähernd konstant geblieben.

Die festgestellten Fehler betrafen die unterschiedlichsten Erkrankungen und die verschiedensten Behandlungen. Häufig vertreten waren die Orthopädie und die Unfallchirurgie. Die vermuteten Behandlungsfehler standen den Angaben zufolge oft im Zusammenhang mit Hüft- und Kniegelenksoperationen. "Wir vermuten, dass diese Verdachtsfälle zum Teil aus einer mangelnden Kommunikation zu den Behandlungen oder Eingriffen resultieren", erklärte der Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes, Jens Hennicke.

Jede Operation berge Risiken, und medizinischen Behandlungen seien auch Grenzen gesetzt. Patientinnen oder Patienten, die darüber nicht umfangreich aufgeklärt seien, hegten schnell den Verdacht, es sei etwas schiefgelaufen.

Quelle: dpa

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