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Sachsen-Anhalt ADAC warnt vor Staus: Monatelange Behinderungen auf A2

Autos stehen im Stau. Foto: Marijan Murat/dpa

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Die Autobahn 2 ist bei vielen Autofahrern auch in normalen Zeiten als Staufalle bekannt. Jetzt kommt für ein halbes Jahr eine kilometerlange neue Baustelle dazu. Laut ADAC kann sie schon vor dem offiziellen Start den Pfingstverkehr bremsen.

Magdeburg (dpa/sa) - Autofahrer in Sachsen-Anhalt müssen sich wegen des Pfingstwochenendes auf Staus und Behinderungen einstellen. Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen dürfte es auf den Autobahnen deutlich voller werden, weil Kurzurlauber an die Nord- und Ostsee sowie in den Harz unterwegs sein dürften, teilte der Automobilclub ADAC mit. Als besondere Bremse könnte sich die Autobahn 2 bei Magdeburg erweisen. Dort werde offiziell zwar erst vom Dienstag nach Pfingsten an gebaut. Wegen der nötigen Vorbereitungen gebe es zwischen den Abfahrten Lostau und Kreuz Magdeburg aber bereits jetzt bei beiden Fahrtrichtungen je eine Spur weniger.

Auch auf den wichtigen Nord-Süd-Verbindungen A9 und A14 gebe es mehrere Baustellen, die zu Staufallen werden könnten. Als Beispiel nannte der ADAC die Fahrbahnsanierung an der A9 zwischen Dessau-Süd und Bitterfeld-Wolfen sowie an der Autobahn 14 zwischen Schönebeck und dem Rastplatz Dreihöhenberge. In Sachsen-Anhalt falle das Ende des Pfingstwochenendes mit dem Ende der zweiwöchigen Pfingstferien zusammen, was am Montag ab Mittag zu einem erhöhten Rückreiseverkehr führen könnte, hieß es. Zudem müssten Autofahrer am gesamten Wochenende mit Lastwagenverkehr rechnen, da wegen der Corona-Pandemie das übliche Sonn- und Feiertagsfahrverbot aufgehoben sei.

Die Baustelle an der Autobahn 2 bei Magdeburg wird für Autofahrer jedoch weit über das Pfingstwochenende hinaus zur Staufalle. Vom 2. Juni an wird die A2 in Richtung Hannover zwischen den Abfahrten Lostau und Kreuz Magdeburg komplett gesperrt, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Autofahrer müssen sich in beiden Richtungen die Fahrspuren teilen, die sonst dem Verkehr nach Berlin vorbehalten sind. Zudem müsse wegen Spannungsrissen auch eine nahe gelegene Brücke über die Elbe bei Hohenwarte saniert werden.

Mit insgesamt 12 Kilometern sei das die längste Autobahnbaustelle, die in Sachsen-Anhalt bisher geplant worden sei, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Die Arbeiten an der sieben Kilometer langen Fahrbahn sollen bis Ende Dezember abgeschlossen sein. Dort wird die Betondecke komplett erneuert. Die Arbeiten an der Brücke sollen bis Mai 2021 dauern. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 19 Millionen Euro.

Während der Bauarbeiten stehen pro Fahrtrichtung zwei Spuren zur Verfügung. Während die Abfahrt Magdeburg Zentrum auch während der Bauarbeiten nutzbar sei, müssten Autofahrer bei Abfahrt Magdeburg-Kannenstieg Umwege in Kauf nehmen. Wer sie nutzen will, müsse bis zum Kreuz Magdeburg fahren, dort abfahren und wenden.

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