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Sachsen-Anhalt ADFC in Sachsen-Anhalt mit deutlichem Mitgliederzuwachs

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Ob wegen Corona oder aus dem Umweltbewusstsein heraus: Viele Menschen in Sachsen-Anhalt steigen für die täglichen Wege aufs Fahrrad. Der Boom verstärkt auch die Debatte um fahrradfreundliche Innenstädte und stärkt den Interessenverband.

Halle (dpa/sa) - Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Sachsen-Anhalt hat innerhalb des vergangenen Jahres einen deutlichen Mitgliederzuwachs erlebt. Landesweit seien 200 neue Mitglieder dazu gekommen, berichtete der Landesgeschäftsführer Martin Hoffmann. 1500 Menschen seien nun Mitglied des Vereins. Besonders in den großen Städten wie Magdeburg und Halle habe es einen starken Zuwachs gegeben.

"Die Menschen in Sachsen-Anhalt wollen Fahrradfahren", sagt der Landesvorsitzende. Das zeigten Fahrradabsatz und die Präsenz im öffentlichen Raum. Hingegen fehle es oft am Bewusstsein auf der Verwaltungsebene. Sowohl die Politik als auch die Verwaltung lägen beim Thema Radverkehr noch häufig in einem Dornröschenschlaf. Hier hoffe er auf die neue Landesregierung, "um neue Pflöcke einzuschlagen". Die ersten Wahlkampfbemühungen zeigten jedoch in seinen Augen, dass an dem Thema keine Partei vorbeikommen werde.

Das Grundbedürfnis des Radfahrens treffe auf eine miserable Infrastruktur und fehlende Bereitschaft in Politik und Verwaltung, schnell sichtbare Veränderungen umzusetzen, beklagt Hoffmann. Er fordert Land, Landkreise und Kommunen auf, gemeinsam aktiv zu werden. So müsse unter anderem die Koordinationsstelle für den Radverkehr im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr innerhalb des Ministeriums aufgewertet und erweitert werden.

© dpa-infocom, dpa:210514-99-592336/2

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