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Sachsen-Anhalt Arbeitslosigkeit steigt im Februar

Das Schild der Agentur für Arbeit. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild)

Die Corona-Pandemie hinterlässt ihre Spuren am Arbeitsmarkt. Die Frühjahrsbelebung lässt noch auf sich warten.

Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt ist die Arbeitslosigkeit im Februar leicht gestiegen. Rund 92 000 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 800 Arbeitslose mehr als im Vormonat und rund 8400 mehr als im Vorjahr, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit in Halle mitteilte. Normalerweise sinke die Arbeitslosigkeit saisonbedingt im Februar schon leicht, angesichts der sonst nahen Frühjahrsbelebung. In die Februar-Statistik flossen Daten ein, die bis zum 11. Februar erhoben wurden.

Der aktuelle Lockdown mache sich am Arbeitsmarkt bemerkbar, wenn auch nicht so stark wie beim ersten Mal, erklärte der Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen, Markus Behrens, am Dienstag. Der Arbeitsmarkt zeige sich beständig in der Corona-Krise. Unternehmen hielten gestützt vom Kurzarbeitergeld weiter an Beschäftigten fest. In der Corona-Pandemie haben den Angaben zufolge seit März 2020 rund 15 000 Menschen in Sachsen-Anhalt ihren Job verloren, konnten nicht vermittelt werden oder eine Weiterbildung antreten.

Die Arbeitslosenquote stieg im Februar auf 8,3 Prozent (Januar: 8,2 Prozent). Im Vorjahr lag die Quote bei 7,4 Prozent. In Deutschland waren im Februar laut Bundesagentur für Arbeit rund 2,9 Millionen Menschen ohne Job, 4000 mehr als im Januar und 509 000 mehr als im Vorjahr. Die bundesweite Arbeitslosenquote blieb binnen Monatsfrist unverändert bei 6,3 Prozent (Februar 2020: 5,3 Prozent).

Laut der aktuellen Daten waren im Dezember in Sachsen-Anhalt rund 799 400 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 4800 weniger als im November und rund 2000 weniger als im Dezember 2019. Unterdessen sank die Zahl der Anträge von Arbeitgebern auf die Zahlung von Kurzarbeitergeld bei den Arbeitsagenturen. Im Februar waren es 1200 Anträge für 10 800 Beschäftigte, darunter für 1400 Mitarbeiter im Handel, 900 im Großhandel und 780 im Kraftfahrzeuggewerbe. Im Januar beantragten Arbeitgeber in 3200 Fällen für 26 300 Beschäftigte Kurzarbeitergeld. Inwieweit die Kurzarbeit tatsächlich in Anspruch genommen wird, erfasst die Statistik später.

Betriebe aus der Gastronomie und Beherbergung zeigten im Februar den Angaben zufolge in knapp 100 Fällen Kurzarbeit für rund 400 Beschäftigte an, was ein starker Rückgang sei. Im Dezember 2020 waren mit dem erneuten Lockdown Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe geschlossen worden. Regional gesehen verzeichneten die Landkreise Mansfeld-Südharz (10,6 Prozent) und Stendal (9,9 Prozent) aktuell die höchsten Arbeitslosenquoten in Sachsen-Anhalt, die niedrigsten Quoten die Landkreise Börde (5,9 Prozent) und Harz (6,8 Prozent).

© dpa-infocom, dpa:210301-99-644576/4

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