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Sachsen-Anhalt Arbeitslosigkeit steigt im November: Quote 7,1 Prozent

Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit.

(Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild)

Der Jobverlust ist im Land laut Statistik moderat. Doch etliche Beschäftigte aus der Autobranche und im Gastgewerbe haben sich im November arbeitslos gemeldet. Wie geht es weiter?

Halle (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt ist die Arbeitslosigkeit im November gestiegen. Zur Monatsmitte wurden 77.800 Arbeitslose und damit 200 mehr als im Vormonat registriert. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 6600 mehr. Die Quote lag wie im Oktober bei 7,1 Prozent und damit 0,7 Punkte über dem Wert des Vorjahresmonats. Vor allem Männer meldeten sich arbeitslos, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Hintergrund ist, dass in der kälteren Jahreszeit weniger im Freien gearbeitet wird, etwa in der Landwirtschaft und am Bau. In diesen Branchen arbeiten mehr Männer.

Die meisten Arbeitslosmeldungen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kamen im November aus der Kraftfahrzeugbranche (700) und der Arbeitnehmerüberlassung (600) sowie aus dem verarbeitenden Gewerbe und dem Gastgewerbe (je 500). Arbeitgeber meldeten im für 1400 Menschen Kurzarbeit an, vor allem aus der Chemie und der Baubranche. Im Oktober wurde bei den Arbeitsagenturen für 2000 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Bis zum Jahresende werde die Arbeitslosigkeit saisonbedingt zwar weiter steigen, sagte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Mit einem Einbruch auf dem Arbeitsmarkt sei indes nicht zu rechnen. Der Bedarf vor allem an Fachkräften gilt in Sachsen-Anhalt als hoch. Arbeitgeber meldeten im November 3700 neue Stellen. Im Angebot der Arbeitsagenturen sind rund 21.600 Jobs im Land.

Rückläufig war binnen Monatsfrist die Zahl der Erwerbslosen aus der Ukraine. Rund 4500 Menschen waren in der Arbeitsagenturen und Jobcentern in Sachsen-Anhalt gemeldet, 300 weniger als im Oktober. Ein deutlicher Anstieg zeigte sich bei den Teilnehmern in Sprachkursen.

Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen, allerdings weniger stark als in früheren Jahren. Rund 2,434 Millionen Arbeitslose waren Mitte November registriert - 8000 weniger als im Oktober, aber 117.000 mehr als vor einem Jahr. Die Quote lag wie im Vormonat bei 5,3 Prozent. Die höchste Arbeitslosenquote unter den Ländern hat Bremen mit 10,2 Prozent, die niedrigste Bayern mit 3,1 Prozent.

Quelle: dpa

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