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Sachsen-Anhalt Attacken gegen Polizisten: Familienmitglieder verurteilt

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa

(Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa)

Halle/Naumburg (dpa/sa) - Rund vier Jahre nach mutmaßlichen Attacken auf Polizisten im Burgenlandkreis hat das Landgericht Halle drei Mitglieder einer Familie verurteilt. Ein Gerichtssprecher bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Den Angeklagten waren in unterschiedlicher Tatbeteiligung insgesamt 18 Straftaten zur Last gelegt worden. Dazu zählten Attacken auf Polizisten während eines Einsatzes 2016 und 2017 gegen die Polizeistation in Naumburg (Burgenlandkreis). Anlass soll ein Streit um einen Führerschein gewesen sein.

Wie der Gerichtssprecher mitteilte, wurde ein Angeklagter zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, sein älterer Bruder zu zehn Monaten Haft. Der Vater der beiden jungen Männer soll den Angaben nach eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 25 Euro (insgesamt 3000 Euro) zahlen.

Die drei Männer wurden wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung, Bedrohung, Beleidigung und Fahren ohne Fahrerlaubnis laut Gerichtssprecher am 27. März verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden Brüder Haftstrafen und für den Vater eine Geldstrafe gefordert. Die Verteidigung widersprach den Darstellungen der Anklage. Der Prozess hatte im November 2019 gegen die damals 23, 26 und 48 Jahre alten Männer begonnen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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