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Sachsen-Anhalt Besucherbergwerk Wettelrode komplett für Besucher geöffnet

Die Gästeführer Thomas Messerschmidt (l) und Martin Ristau gehen in 283 Metern Tiefe durch einen Stollen.

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archiv)

Ein Besuch im Schaubergwerk Wettelrode für die ganze Familie ist ab Mittwoch wieder möglich. Geboten werden anschauliche Informationen über die Arbeitsbedingungen der Bergleute vergangener Zeiten.

Wettelrode (dpa/sa) - Nach einem Wassereinbruch im Besucherbergwerk Wettelrode (Landkreis Mansfeld-Südharz) im Frühjahr gibt es ab Mittwoch (10. August) wieder reguläre Besucherführungen. Die Einrichtung ist nach Wartungsarbeiten wieder komplett mit Bergbaumuseum und Schaubergwerk von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. "An den Stationen der Standardstrecke werden Gästen und Familien hautnah die Arbeitsbedingungen der Bergleute erklärt", sagte Gästeführer Thomas Wäsche. "Dazu gehört auch die Fahrt mit der Grubenbahn." Bislang gab es nur für Gruppen nach Voranmeldung die Möglichkeit, für Bergbautouren zwischen fünf und acht Stunden in den Schacht einzufahren.

"Mit der kompletten Wiedereröffnung hofft das Schaubergwerk, an die Besucherzahlen der Jahre vor der Pandemie anknüpfen zu können", sagte Wäsche. Vor Corona kamen jährlich rund 25.000 Menschen in das Schaubergwerk Wettelrode. "Besonders jetzt, bei den hochsommerlichen Temperaturen, ist ein Besuch unter Tage bei konstant 14 Grad sehr angenehm", sagte der Gästeführer.

"Das über dem Bergwerk vorhandene natürliche Grundwasserreservoir war Ende Februar durch ein ausgewaschenes Loch, ein sogenannter Karsteinbruch, in die Schaustrecke gelangt, wobei es zu einer zeitweisen Überschwemmung kam. Das Wasser sei langsam gestiegen, es habe keine Gefahr für Menschen bestanden.

Vor rund 800 Jahren wurde im Mansfelder Land begonnen, nach Kupfererz zu graben. In Wettelrode arbeiteten die Bergleute mit Unterbrechungen von 1871 bis 1990. Das eiserne Fördergerüst von 1885 ist zusammen mit der Fördermaschine von 1922 die älteste funktionierende Anlage Deutschlands. In der Zeit der DDR kamen zwischen 1951 und 1990 rund 820.000 Tonnen Kupfer zusammen.

Quelle: dpa

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