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Sachsen-Anhalt Bilanz für 2019: Harzer Bergretter 104 Mal im Einsatz

Mitglieder der Bergwacht Harz. Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/ZB

(Foto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/ZB)

Magdeburg (dpa/sa) - Die Bergwacht Harz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr 104 Einsätze absolviert. Besonders häufig mussten die rund 225 ehrenamtlichen Retter zu Wanderunfällen ausrücken, wie der Landesverband am Donnerstag mitteilte. Dabei sei die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben: 2018 half die Bergwacht bei 106 Unfällen.

Mit Abstand der häufigste Grund für Einsätze der DRK-Bergretter waren den Angaben zufolge Notsituationen von Wandern. Hier half die Bergwacht 91 Mal. "In den meisten Fällen rücken unsere Einsatzkräfte aus, weil sich Wanderer überschätzen oder unpassend gekleidet sind", resümierte der Landesleiter der Bergwacht Heiner Jentsch. Viele Wanderer bereiteten sich nicht ausreichend auf die verschiedenen Wetterlagen im Harz vor und gerieten so in Not.

Hinzu komme der zunehmende "Katastrophentourismus", so Jentsch weiter. So hielten sich mitunter zahlreiche Menschen trotz amtlicher Unwetterwarnungen im Harz auf und brächten dabei nicht nur sich selbst in erhebliche Gefahr. Beispielsweise hätten sich Wanderer trotz Sturmböen über 130 Kilometer in der Stunde auf den Weg zum Brocken gemacht, der höchsten Erhebung im Harz.

Neben den Einsätzen auf den Wanderstrecken halfen die Bergwacht-Teams im vergangenen Jahr den Angaben nach auch bei sechs Unfällen von Fahrradfahrern und bei einem Langlauf-Unfall. Vier Mal waren die DRK-Einsatzkräfte bei Sucheinsätzen aktiv, zweimal wurden die Retter im vergangenen Jahr fehlalarmiert.

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