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Sachsen-Anhalt Bundespolizei geht gegen Schleuserkriminalität vor

Das Wappen der Bundespolizei ist an der Uniform eines Beamten angebracht. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

(Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild)

Möckern (dpa/sa) - Die Bundespolizei ist mit einem Einsatz in Möckern im Jerichower Land sowie in Brandenburg gegen Schleuserkriminalität vorgegangen. Bei Durchsuchungen in Möckern wurde am Dienstag eine 62 Jahre alte Hauptbeschuldigte vorläufig festgenommen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die 62-Jährige und zwei in Brandenburg festgenommenen 36 und 63 Jahre alte Frauen stünden im Verdacht, Wohnungen und Arbeitsstellen an Ausländer vermittelt zu haben, die mit gefälschten Reisedokumenten eingereist seien.

In Möckern wurde der Sprecherin zufolge ein Geflügelhof sowie drei Wohnhäuser durchsucht. In dem Geflügelhof habe es keine Auffälligkeiten gegeben. In Brandenburg habe es in Groß Lindow und in Frankfurt (Oder) Durchsuchungen gegeben. Insgesamt seien rund 150 Beamte der Bundespolizei im Einsatz gewesen. Sie hätten umfangreiche Beweismittel wie Speichermedien, Unterlagen und Dokumente sichergestellt. Diese würden nun auswertet.

Der Einsatz beruhte auf Durchsuchungsbeschlüssen der Staatsanwaltschaften Frankfurt (Oder) und Stendal. Ausgangspunkt war den Angaben zufolge die Kontrolle eines Kleintransporters am 15. März 2020 an der B95 in Bärenstein an der deutsch-tschechischen Grenze. Mehrere Personen hatten gefälschte Ausweisdokumente bei sich, zudem gab es Anhaltspunkte, dass sie unerlaubt einer Arbeit nachgegangen sind, wie es weiter in der Mitteilung hieß.

© dpa-infocom, dpa:210615-99-02740/2

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