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Sachsen-Anhalt Burgenlandkreis: Für Landrat Ausgangsbeschränkungen möglich

Götz Ulrich (CDU), Landrat des Burgenlandkreises, spricht zur Presse. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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Naumburg (dpa/sa) - Das Infektionsgeschehen im Burgenlandkreis hat sich weiter beschleunigt. Aktuell sei die 7-Tage-Inzidenz des Kreises die zweithöchste in ganz Deutschland, sagte Landrat Götz Ulrich (CDU) am Mittwoch. Mit etwa 446 Infektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen sei man außerdem lokal auf einem neuen Rekordniveau seit Beginn der Corona-Pandemie. Vergangene Woche lag der Wert bei 369.

"Das letzte Instrument, das uns jetzt noch bleibt, ist das Thema der Ausgangsbeschränkungen", sagte Ulrich. Man müsse sich angesichts der Infektionslage damit beschäftigen. Eine entsprechende Verordnung wolle der Kreis nun vorbereiten. In einem Gespräch mit Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Mittwoch habe dieser auf die Dringlichkeit verschärfter Corona-Maßnahmen in den Hotspots hingewiesen. "Wenn diese Zahlen in den nächsten Tagen nicht deutlich rückläufig sind, bleibt uns keine andere Möglichkeit." Ulrich deutete an, bei unverändertem Infektionsgeschehen die Ausgangsbeschränkungen kommende Woche in Kraft setzen zu wollen.

Auch die Zahl der Corona-Toten habe in den letzten Tagen einen großen Sprung gemacht, betonte Ulrich. 100 Menschen seien in der vergangenen Woche an oder mit dem Virus verstorben. Insgesamt gebe es in dem Kreis nun 213 Corona-Tote. Besonders extrem ist das Infektionsgeschehen in der Verbandsgemeinde Unstruttal mit einer Inzidenz von knapp 860 Infektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Dem Landrat zufolge hat es hier viele Fälle in Altenheimen gegeben.

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