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Sachsen-Anhalt Demonstration gegen rassistische Polizeigewalt in Magdeburg

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Magdeburg (dpa/sa) - Am heutigen Samstag wollen auch in Sachsen-Anhalt Menschen gegen Polizeigewalt und Rassismus auf die Straße gehen. In Magdeburg hat ein Bündnis aus den Organisationen Solidarisches Magdeburg, Seebrücke Magdeburg, Fridays for Future und den Falken die Demonstration unter dem Namen "I can't breathe" für heute organisiert. Die Demonstration steht im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in den USA. Floyd wiederholte immer wieder den Satz "I can't breathe" ("Ich kann nicht atmen."), während der Polizist minutenlang auf ihm kniete.

An vielen Orten in Deutschland sind solche Demonstrationen geplant. "Institutionelle Gewalt und rassistische Polizeigewalt sind auch in Europa und Deutschland ein wichtiges Thema. Das wird nur nicht so ernstgenommen, weil wir darüber nie sprechen", erklärte eine Sprecherin der Organisation Seebrücke Magdeburg.

Zu einem stillen Gedenken lädt für heute Abend das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa) ein. Online schalte man sich zusammen, um des Todesopfers George Floyd zu gedenken. "Nach all den Geschehnissen in letzten Monaten, welche mit rassistischen Vorkommnissen zu tun haben, ob in Halle oder Hanau, haben wir die Bedürfnisse, gemeinsam innezuhalten und Kraft zu sammeln", erklärte Lamsa-Geschäftsführer Mamad Mohamad.

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