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Sachsen-Anhalt Der Sommer hat Sachsen-Anhalt weiter fest im Griff

Ein Thermometer an einer Hauswand klettert am Nachmittag in Richtung der 40-Grad-Marke. Foto: Frank Rumpenhorst/Archivbild

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Nachdem erst im vergangenen Jahr zum Teil Rekordwerte erreicht wurden, steigen die Temperaturen in dieser Woche wieder hoch über die 30 Grad hinaus. Auch die Trockenheit ist in diesem Sommer wieder ein bestimmendes Thema.

Magdeburg (dpa/sa) - Noch mindestens bis zum Wochenende hat der Sommer Sachsen-Anhalt fest im Griff. Während es für manche in den Badeanstalten nicht schöner sein könnte, gibt es durch die Hitze auch ernste Probleme.

TEMPERATUREN: Die sommerliche Hitze hat Sachsen-Anhalt weiter im Griff. Donnerstag vermutlich einen Höhepunkt haben. Am Donnerstag könnten in der Gegend um Bernburg Temperaturen von über 38 Grad Celsius erreicht werden, wie Jens Oehmichen vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig sagte. Bereits am Dienstag hatte das Thermometer in Bernburg mit 35,5 Grad die Tageshöchsttemperatur in Sachsen-Anhalt angezeigt. Kühle winkt höchstens in den Bergen: Auf dem 1141 Meter hohen Brocken soll es am Donnerstag 26 bis 27 Grad warm werden.

WALDBRANDGEFAHR: Die vierte von insgesamt fünf Waldbrandgefahrenstufen ist derzeit im Altmarkkreis Salzwedel, in der Börde nördlich der Autobahn 2, im Jerichower Land und im Kreis Stendal ausgerufen. Das bedeutet, dass dort hohe Gefahr herrscht, dass ein Waldbrand ausbrechen könnte. Ansonsten gilt im Land die Waldbrandgefahrenstufe 3.

TROCKENHEIT: Wegen der anhaltenden Trockenheit, an der auch zwischenzeitliche Gewitterschauer nichts Wesentliches ändern konnten, ist es in einigen Landkreisen verboten, Wasser aus Bächen, Flüssen und Seen zu entnehmen. "Durch Trockenheit haben sich in den Oberflächengewässern im Landkreis Börde sehr niedrige Wasserstände eingestellt", begründete Landrat Martin Stichnoth (CDU) die entsprechende Maßnahme. Auch im Salzlandkreis wurde ein Entnahmeverbot erlassen, das für Elbe, Saale, Bode, Wipper, Selke, Eine, Fuhne und Ziethe gilt.

NIEDRIGWASSER: Die Aller war am Mittwochvormittag in Alleringersleben kaum noch als Fluss zu erkennen. Gerade einmal 11 Zentimeter konnten am Pegel noch gemessen werden. Die Selke im Harz kam in Meisdorf sogar auf nur noch 9 Zentimeter. Doch auch die Elbe näherte sich am Pegel Magdeburg-Strombrücke mit 52 Zentimetern dem bisherigen Rekord beim Niedrigstand an: 2018 war der Wasserstand dort auf 46 Zentimeter gefallen.

BÄUME: Auch Bäume, Sträucher und Blumen an Straßen leiden unter der Hitze. Deshalb ruft zum Beispiel die Stadt Wittenberg dazu auf, selbst zu Gießkanne oder Schlauch zu greifen, um die Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Und das, obwohl die Kommune selbst mit drei Fahrzeugen über 35 000 Liter pro Tag verteilt.

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