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Sachsen-Anhalt Drei Gesuchte landen bei der Polizei

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Halle (dpa/sa) - Drei Gesuchte sind in Halle nacheinander der Bundespolizei in die Arme gelaufen - weil sie einander um Hilfe anriefen. Am Anfang der Kette stand eine Frau, die am Sonntag zunächst routinemäßig am Hauptbahnhof kontrolliert worden sei, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Dabei stellten sie fest, dass gegen die 34-Jährige zwei Haftbefehle aus dem vergangenen Jahr - unter anderem wegen Hehlerei - vorlagen.

Die Festgenommene rief ihren Freund an und bat ihn, vorbeizukommen und die Geldstrafe zu begleichen, damit sie wieder auf freien Fuß kommen könnte. Der 29-Jährige erschien. Dabei fiel den Beamten allerdings auf, dass auch gegen ihn ein Haftbefehl vorlag - wegen versuchter Nötigung. Auch er musste eine Strafe zahlen. Da er nicht ausreichend Geld dabei hatte, verständigte nun wiederum er einen Kumpel, der die Strafen begleichen sollte.

Der 21-Jährige erschien ebenfalls. Überraschenderweise stellten die Beamten fest, dass auch der Dritte gesucht wurde - wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz. Die Beamten übermittelten der zuständigen Staatsanwaltschaft die aktuelle Adresse des Mannes und klärten somit den Fall. Der 21-Jährige beglich anschließend die Geldstrafe für seinen Freund. Die 34-Jährige musste allerdings in Haft bleiben. Sie hat den Angaben nach nun die Möglichkeit, ihre Geldstrafen zu zahlen - oder 116 Tage im Gefängnis zu bleiben.

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