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Sachsen-Anhalt FDP-Vize Hüskens neu ins Bundes-Präsidium gewählt

Lydia Hüskens, Sachsen-Anhalts FDP-Vize-Chefin. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Aktuell

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Berlin/Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts FDP-Vize-Chefin Lydia Hüskens ist neu in das Präsidium der Bundespartei gewählt worden. Die Magdeburgerin erhielt beim Bundesparteitag in Berlin am Samstag 86,67 Prozent der Stimmen. Sie tritt die Nachfolge von Sachsen-Anhalts Noch-FDP-Chef Frank Sitta an. Der 42 Jahre alte Hallenser will sich kommendes Jahr aus der Berufspolitik zurückziehen und gab den Präsidiumsposten auf. Er war zuletzt als Sprecher für die Interessen der ostdeutschen Liberalen in dem Gremium vertreten.

Eine genaue Aufgabenverteilung werde noch besprochen, sagte Hüskens nach ihrer Wahl am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Sie halte es aber für logisch, dass auch sie die Aufgabe übernehme, die Positionen der ostdeutschen Landesverbände im FDP-Präsidium einzubringen.

Der Sitz im Bundespräsidium ist nicht die einzige Rolle, die Hüskens von Sitta übernehmen könnte. Die 56-Jährige soll nach dem Willen des Landesvorstands kommendes Wochenende in Wittenberg auch zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im Juni 2021 gewählt werden.

Bei dem Parteitag will Sitta nach einem Streit auch den Vorsitz aufgeben. Er zieht damit die Konsequenz interner Streitigkeiten um die Spitzenkandidaten für die Landtags- und Bundestagswahl im nächsten Jahr. Der Posten soll nicht sofort neu gewählt werden, sondern erst im kommenden Jahr. Doch auch für diese Rolle gilt Hüskens als aussichtsreichste Kandidatin. Bis zur Nachwahl will sie mit ihrem Vize-Kollegen Marcus Faber die Landes-Liberalen führen.

Die FDP Sachsen-Anhalt ist derzeit nicht im Magdeburger Landtag vertreten. Sie verpasste im März 2016 mit 4,9 Prozent knapp den Wiedereinzug. Im Bundestag wird sie durch Sitta und Faber vertreten.

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