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Sachsen-Anhalt Freie Wähler nun in ganz Sachsen-Anhalt vertreten

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Teuchern (dpa/sa) - Mit der Gründung ihres 13. Kreisverbandes in Sachsen-Anhalt sind die Freien Wähler nun flächendeckend im ganzen Land auf Kreisebene vertreten. Am Donnerstag sei in Teuchern mit der Gründung der Kreisvereinigung im Burgenlandkreis die letzte Lücke geschlossen worden, teilte die Partei am Freitag mit. "Wir wollen vor Ort sein, deshalb brauchen wir auch vor Ort Strukturen", sagte Landesvorsitzende Andrea Menke der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit habe die Partei in Sachsen-Anhalt 220 Mitglieder, zehn weitere Beitrittsanträge würden noch geprüft.

Die Freien Wähler verstehen sich als Partei des bürgerschaftlichen Engagements und konzentrieren sich bisher vor allem auf kommunale Themen. In Sachsen-Anhalt traten sie bisher besonders durch die Unterstützung von Bürgerinitiativen auf, so trieben sie maßgeblich die Initiative "Faire Straße" voran, die sich für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge einsetzt. In den vergangenen Jahren bekamen sie dabei auf kommunaler Ebene auch Zulauf aus anderen Parteien. Im Januar war etwa der Bürgermeister von Osterburg, Nico Schulz, von der CDU zu den Freien Wählern gewechselt.

In Bayern ist die Partei seit Jahren im Landtag vertreten und seit 2018 an der Regierung beteiligt. Im kommenden Jahr wollen die Freien Wähler auch den Sprung in den Magdeburger Landtag schaffen und dafür Kandidaten für jeden Wahlkreis aufstellen. Derzeit arbeitet die Partei an ihrem Wahlprogramm und an der Wahlkampfstrategie. Ins klassische Links-rechts-Schema wollen sich die Freien Wähler nicht einsortieren, sehen Schnittmengen mit fast allen anderen Parteien, nur eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnen sie ab. Bei der Wahl 2016 kamen sie auf 2,2 Prozent der Stimmen.

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