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Sachsen-Anhalt "Friede-Glocke" in den Turm des Merseburger Doms gehoben

Die Morgensonne scheint auf den Merseburger Dom. Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild

(Foto: Jan Woitas/dpa/Archivbild)

Merseburg (dpa/sa) - Die neue Glocke des Merseburger Domes ist an ihren Platz im historischen Bauwerk gehoben worden. Sie wurde von einem Kran durch ein Fenster zum Glockenstuhl gebracht, wie eine Sprecherin der Vereinigten Domstifter am Mittwoch mitteilte. Nun sollen in den nächsten Wochen Umbauarbeiten stattfinden, damit die Glocke im Turm genügend Platz erhält und am Reformationstag, dem 31. Oktober, erstmals läuten kann.

Die knapp 900 Kilogramm schwere "Friede-Glocke" war zum Festjahr "1000 Jahre Weihe Merseburger Dom" für den Kaiserdom neu gegossen worden. Bei Festlichkeiten Anfang Oktober wurde sie geweiht. In Zukunft soll die Glocke dreimal am Tag läuten und so die historischen Glocken des evangelischen Gotteshauses entlasten.

Der Merseburger Dom St. Johannes und St. Laurentius wurde nach nur sechs Jahren Bauzeit der Überlieferung nach am 1. Oktober 1021 im Beisein von Kaiser Heinrich II. und seiner Frau Kunigunde geweiht. Einer der berühmtesten Chronisten des Mittelalters, Bischof Thietmar von Merseburg, hatte nach Angaben der Domstifter am 18. Mai 1015 den Grundstein zum Bau des Gotteshauses gelegt. Über viele hundert Jahre hinweg war die Kathedrale die zentrale Bischofskirche des Bistums Merseburg.

© dpa-infocom, dpa:211013-99-580211/2

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