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Sachsen-Anhalt Gemeinschaftlicher Totschlag: Vier junge Männer verurteilt

Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen/Archivbild

(Foto: Peter Steffen/dpa)

Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Sie misshandelten einen 19-Jährigen zu Tode und vergruben seine Leiche in einem Wald: Nun hat das Landgericht Dessau-Roßlau vier junge Männer wegen gemeinschaftlichen Totschlags verurteilt. Gegen einen zur Tatzeit 18-Jährigen verhängte das Gericht am Montag eine Jugendstrafe von achteinhalb Jahren, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Ein damals 20-Jähriger erhielt eine Jugendstrafe von drei Jahren, er muss in eine Entziehungsanstalt ebenso wie ein zur Tatzeit 15-Jähriger, der zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt wurde. Gegen einen weiteren Angeklagten verhängte das Gericht eine Jugendstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Die Staatsanwaltschaft hatte die vier Männer wegen des Todes des 19-Jährigen angeklagt. Den Ermittlungen zufolge hatten sich die vier Männer mit ihm im März 2017 verabredet, weil einer Schulden einfordern wollte. Nach einem Streit sollen die Angeklagten dem Opfer mehrere wuchtige Schläge mit einem Baseballschläger versetzt und mit einem Messer auf den 19-Jährigen eingestochen haben. Dann vergruben sie die Leiche in einem Wald in Dessau-Alten. Mehr als ein Jahr blieb der 19-Jährige vermisst. Eine Zeugenaussage führte zu den Tatverdächtigen. Nach mehrwöchiger Suche konnte die Leiche im Wald gefunden werden. Sie wies mehrfache Schädelfrakturen auf.

Pressemitteilung des Landgerichts Dessau zum Prozessauftakt, vom 4. Dezember 2018

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