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Sachsen-Anhalt Gewitter im Süden, Hitze im Norden von Sachsen-Anhalt

Die Sonne strahlt am wolkenlosen Himmel. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

(Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Osterfeld/Leipzig (dpa/sa) - Über den Süden und Osten Sachsen-Anhalts sind am Samstag erneut schwere Gewitter mit Starkregen hinweggezogen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab den ganzen Tag über immer wieder Unwetterwarnungen heraus, vor allem für den Burgenlandkreis, den Harz, der Börde sowie die Region um Dessau-Roßlau und Wittenberg. So brachten die Gewitter in Osterfeld ganz im Süden des Landes rund 30 Liter pro Quadratmeter binnen einer Stunde, wie DWD-Meteorologe Florian Engelmann sagte. Auch rund um Haldensleben in der Börde prasselten solche Mengen herab.

Bereits am Freitag hatte der DWD etwa in Harzgerode binnen einer Stunde Regenmengen von 43 Litern pro Quadratmeter gemessen. In den Gewitter-Regionen kletterten die Thermometer kaum über 25 Grad, wie Engelmann sagte. Einige Orte blieben sogar darunter und erlebten damit nach Definition der Meteorologen nicht einmal einen Sommertag.

Ganz anders zeigte sich das Wetter im Norden des Landes. Dort habe es keine Gewitter gegeben, dafür umso mehr Sonne, so Engelmann. Temperatur-Spitzenreiter war mit 31,7 Grad Gardelegen in der Altmark.

Sachsen-Anhalt leidet wegen geringer Niederschläge und mehreren Dürrejahren in Folge nahezu flächendeckend unter extremer Trockenheit. Daran ändere die aktuelle Gewitter-Lage nichts, sagte Engelmann. Der Starkregen fließe größtenteils weg statt in den Boden einzusickern. Zudem seien die Gewitter in ihrer Ausdehnung zu klein.

Besserung könnte es in der Nacht zu Dienstag geben. "Dann besteht die Chance, dass flächendeckend nützliche Mengen zwischen 10 und 15 Litern pro Quadratmeter runterkommen", sagte Engelmann. "Das wäre ein Anfang, um wenigstens die obersten Bodenschichten anzufeuchten."

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