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Sachsen-Anhalt Grüne und Linke für besseren Schutz für Schüler vor Corona

Ein Schüler macht vor der ersten Stunde an einer Schule einen Corona-Schnelltest. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

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Magdeburg (dpa/sa) - Zwei Tage vor Beginn des neuen Schuljahres haben Grüne und Linke dem Bildungsministerium mangelhafte Corona-Vorkehrungen vorgeworfen. "Das Bildungsministerium hat die Sommerferien verschlafen und keine ausreichenden Maßnahmen getroffen, um die Schülerinnen und Schüler vor einer Corona-Infektion zu schützen", teilte Wolfgang Aldag, bildungspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, am Dienstag mit. "Stattdessen zwingen sie durch eine Präsenzpflicht die Kinder und Jugendlichen in die Schule."

Die Präsenzpflicht müsse daher wieder ausgesetzt werden, forderte Aldag. "Schülerinnen und Schüler sollten gemeinsam mit ihren Eltern selbstständig abwägen, ob sie sich dem Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus aussetzen wollen oder nicht." Die Ausstattung der Schulen sei außerdem besorgniserregend. "Zwei Tage vor Schulbeginn weiß das Bildungsministerium nicht, wie viele Schulen mit Luftfiltern ausgestattet sind und werden müssen", sagte Aldag.

Die Linke bezeichnete die Ausstattung der Schulen als "völlig unbefriedigend". Der bildungspolitische Sprecher der Linken-Fraktion, Thomas Lippmann, forderte ein Impfangebot für alle Schülerinnen und Schüler ab zwölf in den Schulen. Wo es möglich ist, solle außerdem möglichst normal unterrichtet werden. "Überall dort, wo in den Schulen für alle Erwachsenen die 2-G-Regel und für alle Schülerinnen und Schüler die 3-G-Regel sichergestellt ist, muss der Schulbetrieb wieder unter normalen Bedingungen ermöglicht werden - ohne Abstände, ohne Masken und ohne Quarantäne für mögliche Kontaktpersonen."

© dpa-infocom, dpa:210831-99-40442/2

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