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Sachsen-Anhalt Grünes Licht für Azubi-Ticket mit Start zum neuen Jahr

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Magdeburg (dpa/sa) - Unter Dach und Fach: Nach jahrelangen Debatten steht die Einführung des zum 1. Januar 2021 geplanten Azubi-Tickets kurz vor der Vertragsunterzeichnung. "Einen genauen Termin gibt es noch nicht", sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Donnerstag in Magdeburg. Es stehe jedoch fest, dass das Land das Vorhaben in den kommenden beiden Jahren mit jeweils rund 12,8 Millionen unterstütze. Ähnlich wie Studierende sollen Azubis künftig mit dem verbilligten Ticket Bus und Bahn nutzen können. Lehrlinge sollen lediglich 50 Euro pro Monat für den Fahrschein dazu bezahlen.

Die Idee fand bereits in der Vergangenheit großen Zuspruch bei Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. "Ich bin froh, dass sich trotz knapper Haushaltskassen im Land die Vernunft durchgesetzt hat", erklärte der Präsident der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf, am Donnerstag. Jahrelang sei eine Landesförderung für ein Azubi-Ticket gefordert worden. Weil die Berufsschullandschaft in Sachsen-Anhalt ausgedünnt sei, müssten Lehrlinge oft weite Wege in Kauf nehmen. Das koste nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Nachbarländer, die das Azubi-Ticket bereits eingeführt hätten, seien zufrieden mit dem Entschluss. "So mancher Meister übernimmt den Kostenanteil des Azubis und hat es so geschafft, Lehrlinge an das eigene Unternehmen zu binden", betonte Keindorf. Gleiches erhoffe sich der Kammerpräsident auch für Sachsen-Anhalt.

Noch seien die Verträge mit den betreffenden Verkehrsverbünden und der Nahverkehrsservice GmbH (Nasa) jedoch noch nicht unterzeichnet. Laut Verkehrsministerium handelt es sich allerdings nur um "eine Formalie". Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" (Donnerstag) über die Verständigung auf das Azubi-Ticket berichtet.

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