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Sachsen-Anhalt Halle trauert weiter um die Opfer des rechten Anschlags

Eine Frau legt ihre Blumen vor dem Eingangsportal einer Synagoge ab. Foto: Matthias Balk/dpa

(Foto: Matthias Balk/dpa)

Halle (dpa/sa) - Auch zwei Tage nach dem antisemitischen Anschlag auf eine Synagoge in Halle wird an vielen Orten in der Stadt getrauert. Immer mehr Blumen und Kerzen lagen am Freitag etwa auf dem Marktplatz in Halle, vor der Synagoge im Paulusviertel und vor der Dönerbude, in der ein 20-Jähriger erschossen wurde. "Kein Platz für Antisemitismus", stand auf einem der vielen Plakate, die niedergelegt wurden. Ein Foto des jungen Mannes trug die Aufschrift "Wir vermissen dich".

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wollte der 27-jährige Stephan B. ein Massaker in der Synagoge anrichten. Am Mittwoch wollte er am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in das Gotteshaus eindringen, scheiterte jedoch an der Türe.

Neben dem 20-Jährigen wurde auch eine 40 Jahre alte Frau aus Halle erschossen. Bei dem rechtsextremen Angriff führte der Täter nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank vier Schusswaffen mit sich. Es sei zumindest eine vollautomatische Schusswaffe dabei gewesen, zudem habe er auf der Fahrt zur Synagoge mehrere Sprengsätze mit zusammen vier Kilogramm Sprengstoff im Auto gehabt.

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