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Sachsen-Anhalt Haseloff: Corona-Hotspots müssen Regeln weiter verschärfen

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, spricht. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

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Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sollen alle Landkreise schärfere Corona-Regeln erlassen, die weiterhin überdurchschnittlich viele Neuinfektionen haben. Alle Kreise mit mehr als 200 Fällen je 100 000 Einwohner und Woche müssten deutlich ambitionierter handeln, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstagabend nach stundenlangen Beratungen mit seinen Amtskollegen von Bund und Ländern. Entscheidend sei, dass scharfe Regeln nicht bereits nach leichten Verbesserungen gelockert würden. Die Maßnahmen müssten durchgehalten werden, "auch wenn die Spucke da mal lang wird".

In Sachsen-Anhalt überschreitet derzeit die Hälfte der 14 Kreise und kreisfreien Städte die 200er-Grenze. Dort gelten bereits strenge Regeln wie Bewegungsradien oder Ausgangssperren.

Bund und Länder hatten zuvor in einer langen Videokonferenz diskutiert, wie das Corona-Infektionsgeschehen trotz winterlicher Witterung und nach monatelangen strengen Einschränkungen endlich wieder auf ein kontrollierbares Maß eingedämmt werden kann. Hintergrund sind auch Berichte über Mutationen, die sich in europäischen Nachbarländern sehr viel schneller ausbreiten.

Die Regierungschefs einigten sich darauf, die geltenden Einschränkungen mit zahlreichen Schließungsanordnungen für den Kultur-, Gastronomie-, Dienstleistungs- und Freizeitbereich bis zum 14. Februar zu verlängern. Schulen und Kitas bleiben im Notbetrieb. Für Einkäufe und Fahrten im öffentlichen Nahverkehr müssen künftig Masken getragen werden, die besser vor einer Ansteckung schützen. Konkret wird vorgeschrieben, OP-Masken oder Schutzmasken der Filterklasse FFP2 zu tragen.

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