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Sachsen-Anhalt Hitler bloßgestellt, im KZ gestorben: Stück über Hans Litten

Andreas Steinke als Vater Fritz Litten probt in der Gedenkstätte Moritzplatz eine Szene.

(Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archiv)

Magdeburg (dpa/sa) - In mehreren Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt wird im September und Oktober ein Theaterstück über den NS-Gegner und Rechtsanwalt Hans Litten gezeigt. Die Premiere ist für den 2. September in der Schlosskirche St. Anna im Schloss Lichtenburg Prettin geplant, wie die Veranstalter der Organisation Arbeit und Leben mitteilten. Auch in der Gedenkstätte Moritzplatz in Magdeburg, in der JVA Halle und im Theater Bernburg wird das Stück zu sehen sein. Unterstützung für das Projekt gibt es unter anderem von der Gedenkstättenstiftung Sachsen-Anhalt.

Der junge Rechtsanwalt Hans Litten aus Halle wagte es 1931 im sogenannten Edenpalast-Prozess, Adolf Hitler ins Kreuzverhör zu nehmen. Zwei Stunden lang trieb der damals erst 28 Jahre alte Jurist Litten ihn mit dessen eigenen Zitaten in die Enge. 1933 wurde Litten verhaftet. Fünf Jahre später starb er im Alter von 34 Jahren im Konzentrationslager Dachau. Das Stück zeichnet Littens Weg durch verschiedene Konzentrationslager nach.

Regisseur ist Marcus Kaloff, Träger des Monica-Bleibtreu-Preises der bundesweiten Privattheatertage. Ihn habe es gereizt, das Stück über den vergessenen Helden aus Sachsen-Anhalt zu inszenieren, sagte Kaloff. Ihn beeindrucke vor allem Littens Mut.

Die Organisatoren kündigten ein politisches Stück an, das auf historischen Tatsachen basiert. Gezeigt werde gleichzeitig ein intensives menschliches Drama - der vergebliche Kampf von Irmgard Litten um das Leben ihres Sohnes. Für Schulklassen soll es begleitende Workshops zu den Themen Demokratie und Courage geben.

Quelle: dpa

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