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Sachsen-Anhalt Holocaust-Gedenken, Haseloff: "Moralische Pflicht"

Reiner Haseloff (CDU) bei einer Veranstaltung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

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Gardelegen/Bernburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Bedeutung des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus betont. "Wir setzen uns auch mit den schrecklichen Seiten unserer Geschichte auseinander, weil sie unser eigenes Miteinander bis heute prägen und die Überwindung ihrer Folgen für das Verhältnis zu unseren Nachbarn bestimmend ist", sagte er am Mittwoch. "Die Erinnerung an die nationalsozialistische Herrschaft und das Gedenken an ihre Opfer sind unsere moralische Pflicht."

Diese gewinne sogar noch an Gewicht, weil die Zeitzeugen immer weniger würden, stellte Haseloff fest. "Ihnen und ihren Familien sind wir es in besonderer Weise schuldig, auch die nachfolgenden Generationen zu erinnern und zu mahnen. Unsere Geschichte darf nicht in Vergessenheit geraten."

Mit Kranzniederlegungen und verschiedenen Online-Formaten sollte am Mittwoch auch in Sachsen-Anhalt der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden. Zum bundesweiten Holocaust-Gedenktag waren alle eingeladen, zu Hause eine Kerze zum Gedenken an die im Nationalsozialismus ermordeten Menschen zu entzünden und sie unter dem Hashtag #LichterGegenDunkelheit zu posten.

Am Holocaust-Gedenktag wird weltweit an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz. Das Lager steht symbolhaft für den NS-Völkermord an Millionen Menschen. Seit 1996 wird auf Anregung des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog an diesem Tag in Deutschland der Opfer gedacht.

© dpa-infocom, dpa:210127-99-191757/2

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