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Sachsen-Anhalt Keine guten Aussichten für den Weißstorch

Ein Storch auf einer Straßenlaterne. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild

(Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild)

Lübars (dpa/sa) - 2019 ist aus Expertensicht ein mittelgutes Weißstorchjahr gewesen. "Es war kein gutes Jahr, aber der Bestand ging zumindest nicht weiter zurück", resümierte Christoph Kaatz am Samstag beim Storchentag in Lübars für das Bundesland Sachsen-Anhalt. Allerdings habe man in den zurückliegenden Jahren bereits 80 bis 100 Brutpaare verloren.

Insgesamt seien die Aussichten für den Storch vor allem östlich der Elbe nicht gut, warnte Kaatz. So ist die Zahl der Brutpaare etwa in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen 15 Jahren laut Helmut Eggert von der Arbeitsgemeinschaft Weißstorchschutz um etwa ein Drittel gesunken. Verantwortlich dafür sei vor allem die Landwirtschaft. "Hinzu kommt die niedrige Reproduktionsrate. In Mecklenburg-Vorpmmern liegt sie deutlich unter zwei Jungtieren pro Brutpaar. Das reicht nicht aus, um die Art zu erhalten."

In Lübars treffen sich an diesem Wochenende Storchenschützer aus dem In- und Ausland beim 28. Storchentag. Neben der Bestandsaufnahme beraten sie auch über Schutzmaßnahmen.

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