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Sachsen-Anhalt Knapp 60 Kinder gelten in Sachsen-Anhalt als vermisst

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Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt gelten knapp 60 Kinder als vermisst. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag auf Anfrage mit. Zum Stichtag 23. Mai waren demnach 57 Kinder unter 14 Jahren als vermisst gemeldet. Deutschlandweit lag die Zahl der vermissten Kinder bei über 1600. Die noch nicht geklärten Fälle beinhalten neben Dauerausreißern auch Kindesentziehungen und unbegleitete Flüchtlingskinder, die aus ihren Unterkünften verschwunden seien. Insgesamt sei der Anteil der Kinderschicksale, die auch nach längerer Zeit nicht geklärt werden könnten, sehr gering.

Der älteste noch in der deutschlandweiten BKA-Datei enthaltene Vermisstenfall eines Kindes stammt aus dem Jahr 1964. Für das Verschwinden von Kindern und Jugendlichen gibt es den Angaben zufolge unterschiedliche Gründe - etwa Probleme in der Schule oder mit den Eltern sowie Liebeskummer. Oder Eltern stritten sich um das Sorgerecht. Die Zahlen könnten täglich variieren.

Mit dem "Tag der vermissten Kinder" soll an diesem Mittwoch über Möglichkeiten zur Vorsorge informiert werden. In Deutschland wird der Tag seit 2003 unter anderem von der Initiative Vermisste Kinder aufgegriffen. Er soll daran erinnern, dass es immer wieder Fälle gibt, in denen der Verbleib und das Schicksal von Kindern ungeklärt sind. Eltern, die ein Kind vermissen, oder den vermissten Kindern selbst soll der Tag Hoffnung geben. Die Aufklärungsquote der Vermisstenfälle bei Kindern in Deutschland liegt laut BKA jährlich bei rund 97 Prozent.

Quelle: dpa

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